Mitgliederreise 2020 nach Armenien

02.02.2020

Am Freitag, den 31. Januar 2020 trafen sich die Reisenden zu einem ersten Kennenlernen und „Briefing“ im Birkenhof in Lorsch.

Die Vorbereitung und Arrangements der vom Verein organisierten Reise in den südlichen Teil Armeniens Mitte April sind abgeschlossen. 17 Reisende sind mit dabei. Die Größe der Gruppe ist ideal, um die im Reiseprogramm vorgesehenen Blicke hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Am vergangenen Freitag, dem 31. Januar 2020 trafen sich die Reisenden zu einem ersten Kennenlernen und „Briefing“ im Birkenhof in Lorsch.

Ernst-Ludwig Drayss präsentierte mit eindrucksvollen Fotos und Videos Armenien mit seinen Landschaften und Menschen.

Der Ablauf und die Inhalte der Reise wurden ausführlich vorgestellt und erläutert. 

Der Reiseverlauf enthält etliche Programmpunkte bei denen Kontakte zu armenischen Persönlichkeiten und Sonderführungen vorgesehen sind. Darin unterscheidet sich diese Reise von üblichen touristischen Standardreisen.

Die Präsentation machte Lust zum sofortigen Aufbruch. Alle müssen sich jedoch noch bis zum Abflug am 15. April gedulden.

So bedankten sich die Reisenden vorerst für die Reiseplanung und die Vorbereitungen bei Ernst-Ludwig Drayss, der über seine persönlichen Kontakte diese Reise erst möglich macht.

Der Ablauf der Reise:

Ankunftstag

Sightseeing Yerevan (Cascaden, Matenadaran, Genozid-Museum) / Stadtrundfahrt

Insbesondere das Matenadaran Museum ist einen Besuch wert und immer erste Station in Eriwan. Ihr seht dort Schriften aus den ersten Jahrhunderten. In vielen Schriften wurde das Wissen der Antike erhalten. Die ersten Bibeln in Armenisch liegen vor, naturwissenschaftliche Bücher aus dem 4. Jahrhundert etc. Sehr eindrucksvoll. Unsere Führerin Nina ist die Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft in Armenien.

Es wird deutlich, dass unsere abendländische Kultur aus dieser Region kommt.

1. Tag

Besuch des Verniszage Marktes in Yerevan
Anschließend Fahrt nach Saghmosavank dem „Psalmenkloster“. Dort Besuch eines Konzerts des LUYS Chors (Armenische spirituelle und Volkslieder)                                   
Am Abend Besuch des „Malkhas“-Jazz – Clubs, Armeniens legendärem Jazzclub, geleitet von dem „Godfather of Jazz“ Levon Malkhasyan

2. Tag

Fahrt zum Kloster Geghard (Das Kloster ist ein UNESCO-Weltkulturdenkmal und hat eine Partnerschaft mit dem Kloster Lorsch). Ein Höhepunkt unserer Reise. Der Besuch im Kloster Geghard, dem Partnerkloster. Es ist einzigartig gelegen, am Ende einer Schlucht und die Kirchen sind teilweise aus dem Felsen gehauen. Der Geghard-Chor ist der beste Chor im Kaukasus und einer der besten weltweit.

Unterwegs Stopp am antiken Tempel in Garni

Der Tempel ist der einzig erhaltene antike Tempel im Kaukasus. Der Ort ist berühmt für seinen hochprozentigen Maulbeerschnaps.

Besuch des Gottesdienstes in Geghard. Im Anschluss Klosterbesichtigung mit Empfang durch den Abt.

Auf diesen Gottesdienst kann man sich freuen. Derartiges wird man so schnell nicht noch einmal erleben. Die Szene ist archaisch. Der Wechselgesang zwischen dem Geghard Chor („dem besten Chor im Kaukasus“) und den Priestern eindrucksvoll.

Anschließend Essen in einer Fischfarm in einer atemberaubenden Umgebung.

Zum Abschluss des Tages ein Abend mit Robert Amirkhanyan, einer „armenischen Legende“, dem Komponisten der Lorscher Hymne

3. Tag

Fahrt zum Kloster Chor Virap, am Berg Ararat

Weiterfahrt zum Kloster Noravank mit Mittagessen am Kloster

Am Kopf einer spektakulären, im Sonnenlicht rötlich schimmernden Schlucht erhebt sich majestätisch Noravank. Das "neue Kloster" ist unter etlichen in Traumlage gebauten armenischen Gebirgskirchen eine der schönsten, Architekt Momik schuf im 13. Jahrhundert ein Meisterwerk sakraler Architektur.

In den Süden nach Goris, unterwegs Stop in Sissian (Carahunge, „armenisches Stonehenge“)

Die Megalithfelder in Zorakarer geben der Archäologie seit Jahrzehnten Rätsel auf. Welche Bedeutung hatten diese Steinfelder inmitten einer anmutenden Gebirgslandschaft in Armenien nahe der Kleinstadt Sissian?

Mit der Seilbahn zum Kloster Tatev

Die Seilbahn verbindet das südlich von Goris in der Provinz Sjunik auf 1546 m über dem Meeresspiegel gelegene Dorf Halidsor über zwei Bergkuppen und die 2,7 km breite und rund 500 m tiefe Worotan-Schlucht hinweg mit dem auf 1537 m über dem Meeresspiegel gelegenen Kloster und Dorf Tatev. An ihrer tiefsten Stelle schwebt die Seilbahnkabine immer noch 321 m über der Schlucht. Die Fahrt mit der 5,75 km langen Luftseilbahn dauert ca. 11 Minuten.

Das Kloster Tatev wurde im 9. Jahrhundert am Ort eines alten Heiligtums erbaut. Es war ein sehr großes intellektuelles Zentrum von Armenien und zwischen 1390 und 1453 eine anerkannte Universität. Es liegt ganz oben an einem Felsvorsprung.  In Kriegszeiten kam die gesamte Bevölkerung des Ortes Tatev hier unter (18./19.Jh.). Heute gehört das Kloster zum UNESCO Weltkulturerbe

Abendessen und Übernachtung in Goris,

Die Stadt Goris liegt in einem Talkessel des Flusses Vararak, umgeben von hohen Sandsteinbergen

4. Tag

Fahrt zu dem Kloster Gandzasar

Kloster Gandzasar. 1216 gegründet als geistliches Zentrum des Fürstentums von Khachen. Heute residiert der Erzbischof von Nagorny-Karabach hier. Dicke Mauern schützen die Klosteranlage. Über Jahrhunderte musste der Bau dem ständigen Hin-und-Her zwischen muslimischen und christlichen Eroberern im Südkaukasus trutzen. Der Kirchenbau ist eine mustergültige armenische Kirche.  Es ist einer der wichtigsten armenischen Sakralbauten des Mittelalters. Es ist es ein geradezu mystischer Ort.

5. Tag

Fahrt zum Kloster Dadivank

Dadivank ist ein Kloster der Armenisch-Apostolischen Kirche. Einer Legende nach wurde der Heilige Thaddäus, ein christlicher Märtyrer in den Mauern des Klosters begraben, das am Ende des 1. Jahrhunderts durch einen der Schüler des Apostels Judas Iskariot gegründet worden sein soll. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Kloster im 9. Jahrhundert.  Die Kirche mit vielen Freskenmalereien wurde 1214 errichtet.

Weiterfahrt zum Sevan See mit Stop in Noratus, dem Ort mit hunderten von Kreuzsteinen. Anschließend Fischessen am See 

Der Sewansee ist mit 940 km² (ca. 78 km lang und 56 km breit; fast doppelt so groß wie der Bodensee) nicht nur der größte Süßwassersee Armeniens, sondern auch der größte des Kaukasus und mit seiner Höhe von etwa 1900 m über dem Meeresspiegel einer der größten Hochgebirgsseen der Welt.

6. Tag

Fahrt nach Etchmiadzin, dem Zentrum der armenisch-apostolischen Kirche (der „armenische Vatikan). Besuch des Nork Youth Center.   

Die ehemaligen Heime der Jungen Pioniere wurden von der Kirche übernommen. Nachmittags gibt es dort freiwilligen Unterricht in allen möglichen Künsten (Gesang, Tanz, Artistik, Malerei, Bildhauerei etc.) – eine Talentförderung der besonderen Art.

Mehrere tausend Jugendliche erhalten so eine besondere Ausbildung. Wir sehen die Kinder bei der Arbeit und ggf. eine besondere Performance. Wir können hier auch die Arbeiten der Jugendlichen kaufen – ein ganz besonderes Souvenir. Eine Überraschung, welche niemand vergessen wird.

7. Tag

Der letzte Tag steht den Reisenden zur freien Verfügung in Yerevan und bietet Gelegenheit nach persönlichen Vorlieben die Stadt nochmals Revue passieren zu lassen und gegebenenfalls Erinnerungsstücke zu kaufen. Am Abend treffen sich die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abschieds-Dinner.

·Am frühen Morgen des 25. April geht es mit Austrian Airlines über einen Zwischenstopp in Wein wieder zurück nach Frankfurt.

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